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Pull Rates verstehen: was die Zahlen wirklich bedeuten

Pull Rates werden gern wie Garantien gelesen. Tatsächlich sind sie Schätzungen mit erheblicher Streuung.

Kaum ein Begriff wird so oft missverstanden. Eine Pull Rate beschreibt, wie häufig eine bestimmte Karte im Durchschnitt vorkommt — mehr nicht.

Woher die Zahlen stammen

Hersteller veröffentlichen Ziehungswahrscheinlichkeiten in der Regel nicht. Verbreitete Werte entstehen, indem Sammler große Mengen geöffneter Packs auswerten. Das ist nützlich, aber es sind Beobachtungen, keine offiziellen Angaben.

Durchschnitt heißt nicht Garantie

Eine Rate von eins zu hundert bedeutet nicht, dass die Karte im hundertsten Pack liegt. Sie kann im ersten kommen oder in dreihundert Packs gar nicht. Jedes Pack ist unabhängig — vorherige Öffnungen beeinflussen das nächste nicht.

Warum Displays trotzdem berechenbarer sind

Über viele Packs gleicht sich der Zufall statistisch aus. Ein Display liefert deshalb einen verlässlicheren Querschnitt der Serie als dieselbe Anzahl einzeln gekaufter Packs — eine Garantie für eine bestimmte Karte ist es aber auch dann nicht.

Die praktische Schlussfolgerung

Wer eine bestimmte Karte will, sollte sie kaufen statt sie zu jagen. Packs öffnet man wegen des Erlebnisses — kalkuliert man sie als Weg zu einer Karte, geht die Rechnung fast nie auf.

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